Masterarbeit: "Die Zervix, das verborgene Tor zum Leben"

Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen wie die Zervix (=Muttermund) arbeitet, welchen Einflüssen sie unterworfen ist und welche Prozesse stattfinden, die dazu führen, dass sie sich am Ende der Schwangerschaft auf zehn Zentimeter öffnen kann.

Die Arbeit der Hebammen war ein Untersuchungsfeld, mit der Frage, wie die Hebammen die Zervix und deren Prozesse bei der Eröffnung sehen. Welche Zusammenhänge erleben die Hebammen zwischen der Zervix und der Frau und dem Kind während ihrer Arbeit und was haben diese Zusammenhänge für Auswirkungen auf die Behandlung der Zervix.

Die Salutophysiologie nach Verena Schmid bietet eine gute Grundlage die Zervix zu betrachten. Die Zervix ist in ihrer Vernetzung über das Hormonsystem, das vegetative Nervensystem über das Kind und die Umwelt gut beeinflussbar. Sie wird dabei nicht als isoliertes Problem dargestellt, sondern als ein Wegweiser durch die Geburt.

Gerade in der Krankenhausroutine haben Hebammen sich noch immer der Erwartung einer linearen Zervixeröffnung von 1cm pro Stunde zu unterwerfen. Eine individuelle Muttermunderöffnung ist nicht vorgesehen. Aus der Untersuchung ging hervor, das Hebammen nicht an eine lineare Muttermunderöffnung glauben, vielmehr glauben sie, dass die Eröffnung ein dynamischer Prozess ist und dass eine lineare Eröffnungskurve weder für sie selbst noch für die Frauen von Vorteil ist.

 

 

 

DIE ZERVIX, DAS VERBORGENE TOR ZUM LEBEN